, Johannes Weisenhorn

Sicherheitskurs Frühlingserwachen 2026: Üben, auffrischen, gemeinsam lernen

Zehn Glaukos-Taucherinnen und -Taucher trainierten gemeinsam mit EBI-SUB bei der WaPo Zürich Tiefenbrunnen zentrale Elemente der Tauchgangsplanung, des Notfallmanagements und der Partnerrettung. Ein lehrreicher Kurstag mit viel Praxis, guten Erkenntnissen und einem gemütlichen kulinarischen Ausklang.

Am Samstag, 30. Mai 2026, trafen sich um 08.45 Uhr zehn vollständig ausgerüstete Glaukos-Taucherinnen und -Taucher sowie der ARGO-Kapitän bei der Wasserschutzpolizei (WaPo) Zürich Tiefenbrunnen. Sechs Glaukis reisten direkt mit dem Auto an die Bellerivestrasse 248, vier Argonauten plus Kapitän mit der ARGO, nachdem sie sich vor der Abfahrt mühsam durch das Openair Navillegut zum Clubhaus durchgekämpft hatten.

Nach dem Deponieren des Tauchmaterials in der grossen Halle der WaPo wurden wir durch die CMAS-Instruktorin I3 Bea Kalberer und unseren CMAS-Instruktor I2 Stefan Nyffenegger im Vortragsraum zum diesjährigen Sicherheitskurs Frühlingserwachen 2026 begrüsst. Dieser Kurs wurde dieses Mal für zwei Tauchclubs angeboten: EBI-SUB vonseiten Bea Kalberer und Glaukos vonseiten Stefan Nyffenegger.

Im ersten Theorieblock «Vollständige Tauchgangsplanung inkl. Sicherheits- und Notfallmanagement» haben wir wieder einmal eine vollständige Tauchgangsplanung sowie die Teile des Sicherheits- und Notfallmanagements (Sicherheit am Tauchplatz / Vorgehen bei einem Tauchnotfall) gemeinsam erarbeitet, so wie wir sie vor einiger Zeit einmal in einem Tauchkurs gelernt hatten.

Ergänzend haben uns Bea und Stefan ihre Checklisten in Papierform zur Tauchgangsplanung mit präventivem Sicherheitsmanagement sowie zum Vorgehen bei einem Tauchnotfall / 5-Minuten-Neurocheckliste (Notfallmanagement) abgegeben. Diese Checklisten finden sich neu auch auf unserer Glaukos-Homepage.

Zum Schluss des ersten Theorieblocks wurden uns noch kurz der neuste ARGO-Defibrillator sowie das ARGO-O2-System / EBI-SUB-O2-System vorgestellt und demonstriert.

Nach einer kurzen Pause ging es dann zum zweiten Theorieblock «Theorie Partnerrettung unter Wasser / assistierende Rettung», dem eigentlichen Hauptthema dieses Sicherheitskurses. Bea hat uns dazu die Partnerrettung einmal trocken und theoretisch aufgefrischt, mit den wichtigsten Punkten, die es zu beachten gilt.

Zum Schluss des zweiten Theorieblocks konnten wir uns noch den «alten» Film über eine Partnerrettung unter Wasser von Heinz Binkert (pensionierter WaPo-Seepolizist, CMAS-Instruktor und Gründer des TC EBI-SUB) anschauen. Scheinbar gibt es keine neueren Filme zu diesem Thema.

Bevor wir uns dann zum praktischen Übungsblock «Partnerrettung unter Wasser» begaben, gaben uns Bea und Stefan die Einteilung der Tauchergruppen, das Tauchgebiet (im Bojenfeld WaPo ZH Tiefenbrunnen) mit Begrenzungen, Hindernissen, Einstieg und Ausstieg, die maximale Tauchtiefe (16 m), die maximale Tauchzeit (30 Min.) sowie die anzutreffenden «Unterwasserschätze» am Grund des Tauchgebietes bekannt.

Die acht Zweier-Tauchergruppen rüsteten sich anschliessend aus, stiegen individuell ins definierte Tauchgebiet ein und übten die theoretisch erarbeitete Partnerrettung unter Wasser, ergänzend mit dem Setzen einer Taucherboje.

Wie es sich für einen Kurs gehört, gab es nach dem Praxisblock ein kurzes Debriefing inklusive Erwähnung der bisherigen und neuen Erkenntnisse: sehr interessant und empfehlenswert!

Fazit zum Sicherheitskurs 2026

A) Super, dass Bea uns wieder einmal «Back to the Roots» zu den Punkten einer vollständigen Tauchgangsplanung mitgenommen hat.

B) Es zeigt sich einmal mehr, dass praktische Übungen für einen Notfall nicht nur einmalig in einem Kurs erarbeitet werden und dann für immer sitzen und nie mehr geübt werden müssen.

Im gleichen Mass wie bei der Feuerwehr gilt: Was nicht regelmässig geübt wird, kann im stressigen, adrenalinlastigen Ernstfalleinsatz mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht richtig abgerufen werden und führt im schlimmsten Fall zu unnötigen weiteren Schadensfällen bei den Einsatzkräften.

C) Schön, dass dieser Kurs gemeinsam mit einem anderen Tauchclub stattfinden konnte und wir Glaukis auch etwas von den EBI-SUB-Tauchern lernen konnten.

Zum Ausklang dieses doch anstrengenden Sicherheitskurses wurden wir von weiteren EBI-SUB-Mitgliedern mit Apéro und Grilldienst verwöhnt und durften die mitgebrachten Salate, Brote und Desserts im WaPo-«Seepärkli» bei schönstem frühsommerlichem Wetter unter schattenspendenden Bäumen geniessen.

Ein grosser Dank geht an die drei Organisatorinnen und Organisatoren Bea und Walter vom EBI-SUB / WaPo Zürich sowie Stefan Nyffenegger, an die Glaukos-Spenderinnen und -Spender von Brot, Salaten und Desserts sowie an die EBI-SUB-Helferinnen und -Helfer. Es war ein sehr grosser Aufwand für diesen äusserst lehrreichen Sicherheitskurs mit schönem kulinarischem Ausklang!

Anmerkung des Fotografen: Letzes Bild erklärt die Abwesenheit der Bilder des Grillteils!